Benefizkonzert für die Ammerlander Schlosskapelle

Schlosskapelle Ammerland

Die Ammerlander Schlosskapelle macht Fortschritte: Vielleicht haben Sie es bemerkt: die Fenster sind eingebaut, der Fensterladen an der Seestraße ist neu gefertigt, hinter der Bautür verbirgt sich eine neue Eingangstür und die Kirchenmaler haben die Raumschale bald fertig gestellt.

Der Ostuferschutzverband freut sich, Sie zum Benefizkonzert für die Ammerlander Schlosskapelle einzuladen.

Am 18. Oktober 2015, Beginn 18 Uhr in der Kirche St. Peter in Ammerland, findet das Kirchenkonzert statt.

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Gabriel-von-Max-Denkmalpreis

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Der Ostuferschutzverband (OSV) sucht wieder Kandidaten für den Gabriel-von-Max-Denkmalpreis. Zum dritten Mal wird er an Hauseigentümer verliehen, die sich vorbildlich um den Erhalt besonders schützenswerter Gebäude bemühen.

Münsing – Die OSV-Vorsitzende Urslua Scriba bittet alle Vereinsmitglieder und Interessierte, sich an der Suche nach dem Preisträger 2016 zu beteiligen. „Kriterien für die Vergabe sind insbesondere die fachliche, ästhetische und ökologische Qualität von Erhaltungsmaßnahmen, die Kreativität bei der Durchführung und der persönliche Aufwand für den Eigentümer“, schreibt Scriba in einer Pressemitteilung. Das Objekt müsse nicht auf der Denkmalliste stehen, sollte aber für das herkömmliche Orts- und Landschaftsbild von Bedeutung sein. Es könne sich etwa um eine Villa, einen Bauernhof oder ein Fischerhaus handeln.
2014 erhielten Katharina und Josef Strobl den Preis für den Erhalt des „Gorithoma“-Hofs in Weipertshausen zuerkannt, heuer erhielt ihn der Schreinermeister Josef Wagner für die Renovierung seines Anwesens an der Seestraße in Ammerland.
Die genauen Richtlinien für die Vergabe können auf der Homepage des OSV eingesehen werden. Aus den eingegangenen Vorschlägen wird eine Fachjury dann den Preisträger ermitteln.
Ursula Scriba versichert, dass die Intention hinter dem Gabriel-von-Max-Denkmalpreis so aktuell wie eh und je sei. Es freue den Spaziergänger ganz einfach, wenn er an historischen Villen und Gärten vorbei schlendere, die vorbildlich in Schuss gehalten seien. Die Architektin findet, alte Häuser und ihre Gärten würden wesentlich zur Identität eines Ortes beitragen, sie würden das Gefühl für Heimat prägen. Natürlich koste ihr Erhalt auch viel Geld.
Umgekehrt verhalte es sich, wenn Anwesen einen erbärmlichen Anblick böten. Als negatives Paradebeispiel nennt die OSV-Vorsitzende die Villa Max an der Ammerlander Seestraße. Seit Jahren ist diese dem Verfall preisgegeben. Im März fegte Sturmtief Niklas die Balustrade des Balkons im ersten Sock hinweg. Nicht von ungefähr trägt also die Auszeichnung den Namen der einst anmutigen Villa. „Der Preis soll die Öffentlichkeit auch wach rütteln, den endgültigen Zusammenbruch zu verhindern“, wünscht sich Scriba. Der OSV kämpft seit Jahren für den Erhalt der Villa Max – bislang ein vergeblicher Wettlauf mit der Zeit.
Die Preis-Skulptur aus der Hand des Ammerlander Bildhauers Ernst Grünwald zeigt einen Affen, der auf einer Säule hockt und eine Miniaturausgabe der Max-Villa im Schoß trägt. Bewusst spielt Grünwald auf das Haus des Künstlers und Naturforschers Gabriel von Max (1840 – 1915) an, für das die gegenwärtige Eigentümerin offenbar nichts übrig hat. Das Lieblingstier des Malers Max waren Affen. Er hat sie in allen Posen porträtiert.
Vorschläge können bis Sonntag, 1. November 2015, schriftlich und mit einer kurzen Begründung bei der Geschäftsstelle des OSV bei Ursula Scriba, Lerchenweg 3, 82541 Münsing, eingereicht werden.

Tanja Lühr, Münchner Merkur, Isar Loisachbote vom 7. Oktober 2015

Damit der Himmel wieder blau wird

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Die Sanierung der Ammerlander Schlosskapelle wird teurer als erwartet. Deshalb lädt der OSV nun zu einem Benefizkonzert. Foto: Süddeutsche Zeitung Neubauer

Damit der Himmel wieder blau wird

Münsing – Die Sanierungsarbeiten an der Ammerlander Schlosskapelle werden teurer als geplant. Deshalb organisiert der Ostuferschutzverband (OSV) am Sonntag,18.Oktober, ein Benefizkonzert in der Ammerlander Filialkirche St. Peter. Damit möchte OSV-Vorsitzende Ursula Scriba weitere Spendengelder sammeln. Der Pianist Johannes Umbreit, Sopranistin Nikola Hillebrand und Bettina Kühn-Wehn am Violoncello interpretieren Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Wolfgang Amadeus Mozart.

Der OSV hat das Vorhaben bereits vor Jahren federführend übernommen und mehr als 50000Euro an Spenden gesammelt. Scriba sagt, dass die Münsinger Kirchenstiftung – ihr gehört die Kapelle – und der OSV auf dieses Konto gemeinsam zugreifen könnten. Derzeit gingen sie von Baukosten in Höhe von 100000Euro aus. Hinzu komme die Ausstattung. Die zusätzlichen Gelder der Gemeinde, des Tölzer Landratsamts, des Bezirks Oberbayern sowie des Landesamts für Denkmalpflege reichten für die Ausstattung nicht aus.

Laut Scriba verursacht unter anderem das aufwendigere Beleuchtungskonzept im Innenraum der Kapelle Mehrkosten. Mit LED-Leuchten könne der Sternenhimmel an der Decke plastischer illuminiert werden. Das sei bereits mit dem erzbischöflichen Ordinariat, der Münsinger Kirchenstiftung und dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt.

Unterdessen sind die neu gestalteten Fenster der Kapelle bereits eingesetzt. Die Messerschmidt-Stiftung hat dies finanziert. Auch die neue Eingangstür ist fertig. Die Maler werden mit der Raumschale voraussichtlich Mitte Oktober fertig. Die Farben im Inneren wurden durch einen Anstrich in den 1920er Jahren übertüncht. Jetzt soll der Himmel wieder blau werden. Für die Kapellenbänke hat der OSV die Meitinger Stiftung als Sponsor gewonnen. Zu welchem Datum die Sanierungsarbeiten abgeschlossen werden, kann die OSV-Vorsitzende derzeit noch nicht konkret benennen.

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Gabriel-von-Max-Denkmalpreis 2016

Gabriel-von-Max-Denkmalpreis 2016

Gabriel von Max, Das Wohnhaus des Künstlers, nach 1875
Gabriel von Max, Das Wohnhaus des Künstlers, nach 1875

Münsing – Die Intention hinter dem Gabriel-von-Max-Denkmalpreis des Ostufer Schutzverbandes und seiner nunmehr dritten Auslobung ist so aktuell wie eh und je: Es freut den Spaziergänger ganz einfach und schmeichelt seinem Auge, wenn er an historischen Villen und Gärten vorbei schlendern darf, die vorbildlich in Schuss gehalten sind. Alte Häuser und ihre Gärten tragen wesentlich zur Identität eines Ortes bei, sie prägen das Gefühl für Heimat. Natürlich kostet das auch viel Geld. Umgekehrt verhält es sich, wenn Anwesen einen erbärmlichen Anblick bieten. Da befällt den Flaneur Traurigkeit. Er fragt sich, wie lange es wohl noch dauern wird, bis wieder ein markantes Baudenkmal verschwindet. Als Paradebeispiel darf die Villa Max an der Ammerlander Seestraße gelten. Seit Jahren ist sie dem Verfall preisgegeben. So hat Ende März Sturmtief „Niklas“ die Balustrade des Balkons im ersten Stock des denkmalgeschützten Hauses hinweg gefegt. Was folgt als nächstes?

Nicht von ungefähr trägt also die Auszeichnung des Ostufer Schutzverbandes (OSV) den Namen der einst anmutigen Villa. Die Preis-Skulptur aus der Hand des Münsinger Bildhauers Ernst Grünwald zeigt einen Affen, der auf einer Säule hockt und eine Miniaturausgabe der Max-Villa im Schoß trägt. Bewusst spielt Grünwald auf das Haus des Künstlers und Naturforschers Gabriel von Max (1840 bis 1915) an, für das die gegenwärtige Eigentümerin nichts übrig hat. Lieblingstier des Malers Max waren Affen. Er hat sie in allen Posen porträtiert. Gabriel-von-Max-Denkmalpreis 2016 weiterlesen