Ein Nilpferd am Badestrand

Isar – Loisachbote , 23. August 2017 von Andrea Weber

Bildhauer Hans Neumann gestaltet Arbeit für Ostuferschutzverband 

Münsing – Vor rund drei Wochen kamen Vorstandsmitglieder des Ostuferschutzverbands (OSV) überraschend in die Werkstatt des Bildhauers Hans Neumann nach Münsing. Sie hätten gerne den lebensgroßen Stier, der dort in Neumanns Hof so gemütlich am Boden sitzt, als Objekt für den Münsinger Gemeindebadeplatz in Ammerland. Doch der Bildhauer machte ihnen einen neuen Vorschlag: Er würde lieber ein rund geformtes Nilpferd fertigen. Denn, so weiß der Künstler aus Erfahrung: „Darauf werden Kinder gerne spielen.“

Die Gemeinde hat ihr Einverständnis erklärt. Die Voraussetzungen sind damit geschaffen, freut sich OSV-Vorsitzende Ursula Skriba. Sie ist von der Idee begeistert: „Hans Neumanns Arbeiten haben so viel Liebenswertes an sich. Sie rühren am Herzen.“ Für den Badestrand, den Familien gerne nutzen, wäre eine Arbeit des Bildhauers deshalb sehr passend.

Der Bildhauer ist ein stets gut aufgelegter Mensch, der sehr wohl weiß, dass die Welt nicht in Ordnung ist. Seine Arbeiten drücken dennoch Frohsinn und Optimismus aus, mahnen aber auch zu Menschlichkeit, Natur- und Tierschutz. „Tiere und Kinder sind doch ein gutes Gespann“, sagt der Familienvater, der jüngst Urgroßvater wurde.

Oftmals versteckt Neumann in seinen Kunstwerken originelle Funktionen. Ein Beispiel ist der Bienenstock im „Heiligen Ambrosius“, aus dem durch die gefalteten Hände die fleißigen Insekten ein- und ausfliegen können – eine übermannshohe Holzskulptur für das Gut Biberkor. Auch sein liegendes Pferd auf dem Kunstwanderweg am Blomberg-Gipfel sei stets von Kindern belagert, die auf dem glattgewetzten Rücken des Huftieres ihre höchste Freude hätten, sagt der Künstler.

Hans Neumann ist überzeugt von der Idee des Nilpferds am Starnberger See. Zwar soll es den Rachen gefährlich weit aufreißen, verrät er schon vorweg, doch die Kinder brauchen vor dem „Hippo“ keine Angst zu haben. „Dem klemme ich etwas zwischen die Zähne“, sagt er schmunzelnd. Derzeit prüft der OSV drei Modelle aus Ton. Auf welches die Entscheidung fällt, weiß der Künstler noch nicht. Aber einen riesigen alten Eichenstamm habe er schon in Aussicht.

Der heute 79-jährige Künstler ist täglich rührig mit der Kettensäge am Werk. Seine Holz-Skulpturen sind im Landkreis und darüber hinaus begehrt. So hat er aktuell auch den Zuschlag erhalten, vier Trophäen für den Umweltpreis 2017 des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen zu gestalten.

Neumann gehört zu den ältesten Teilnehmern an der diesjährigen Kunstmeile in Wolfratshausen. Seine Skulptur „Stier und Bär“, sinnbildlich für den Börsenbegriff „Baisse und Hausse“, wird von 22. September bis 8. Oktober vor der Raiffeisenbank an der Sauerlacher Straße stehen und sein „Eulenbaum“ im Pfarrgarten der Kirche St. Michael.

„Es gibt Dinge, die sein müssen“

von Andrea Weber, Isar Loisachbote vom 27. April 2017

Elisabeth Biron von Curland reproduzierte den berühmten Isenheimer Wandelaltar. Das Werk der Ickinger Künstlerin und Restauratorin wird in der Wallfahrtskirche eines Klosters bei Mainz seinen Platz finden. 

Icking/Dorfen – Gut drei Jahre hat Elisabeth Biron von Curland gebraucht, um den berühmten Isenheimer Altar zu reproduzieren. Es war keine Auftragsarbeit. Die Ammerlander Künstlerin sah die Arbeit vielmehr als Hommage an den Erschaffer des Kunstwerks Matthias Grünewald, und als „eine Zeit der intensiven Meditation und Spiritualität“. Nun hat die Reproduktion des wohl berühmtesten Wandelaltars aus dem Mittelalter auch einen Platz bekommen. Er steht künftig in der Wallfahrtskirche eines Nonnenklosters bei Mainz. Bevor das Werk überführt wird, lädt die Künstlerin am kommenden Sonntag in ihr Atelier ein.

„Es gibt manchmal Dinge, die sein müssen“, sagt Elisabeth Biron von Curland. Vor drei Jahren fragte Pfarrer Florian Gruber von der evangelischen Kirche St. Michael in Wolfratshausen bei ihr an, ob sie einen Vortrag über den Isenheimer Altar in seiner Gemeinde halten würde. Birons Ausdruckskraft ist das gemalte Bild. „Warum sollte ich dann einen Diavortrag halten?“, fragte sie sich. Sie begann die wandhohen Tafeln, zwei feste und vier drehbare Altar-Flügel, und die horizontale Predella (Sockel) mit den Abbildungen der Leidensgeschichte Christi mit Pastellkreide auf Packpapier zu zeichnen. Diese in Glas gerahmte Version wurde 2014 in St. Michael ausgestellt. Doch dauerhaft wäre die Arbeit auf Papier nicht haltbar. So entschied sich Biron, das Gesamtwerk ein zweites Mal mit Kreide, aber diesmal auf Leinwand zu kopieren. Durch die Kreide hat ihre Arbeit einen seidigen und leichten Duktus im Vergleich zum in Öl und Tempera gemalten Original. Um die Genauigkeit bis ins Detail zu wahren, studierte die Künstlerin historische Schwarz-Weiß-Fotografien, farbige Detailaufnahmen aus Kunstbänden und befasste sich intensiv mit Grünewalds Biografie und der Entstehungsgeschichte des Originals. Der Meister schuf den Altar zwischen 1512 und 1516 für die Spitalkirche des Ordens der Antoniter zu Isenheim. Die Antoniter waren ein Bettelorden, der sich um 1070 gründete. Ihre wichtigste Aufgabe war die Krankenpflege. Sie nahmen sich der Menschen an, die am „Antoniusfeuer“ erkrankten, einer weit verbreiteten Mutterkornvergiftung durch einen Pilz im Getreide. Der Altar, der dem heiligen Antonius gewidmet ist, sollte Wunder bewirken oder zumindest Trost im Gebet bei der Betrachtung der Kreuzigung Christi bringen.

Biron, geboren 1941 in Rom und aufgewachsen in Italien und Brasilien, ist bekannt für ihre ausdrucksstarke Porträtmalerei. Sie spiegelt Menschen nicht einfach wider. Sie hat die Begabung, ihnen Ausdruck und Seele zu geben. Als gelernte Gemälderestauratorin an der Bayrischen Staatsgemäldesammlung in München hat sie sich intensiv mit der Kunst der alten Meister auseinander gesetzt. Sie ist eine Verfechterin der klassischen Kirchenmalerei und sieht die Entwicklung kritisch, dass moderne Kirchen immer minimalistischer ausgestaltet werden. „Die Sprache der Bilder geht verloren“, sagt sie.

Babar, der kleine Elefant

Benefizkonzert zu Gunsten
der Schlosskapelle in Ammerland

Das Wetter zeigte sich launisch, eher aprilmäßig und passte somit bestens zu der eingangs dargebotenen Frühlingssonate von L. v. Beethoven. Im stimmungsvollen, historischen Saal des kürzlich sanierten Schlosses Kempfenhausen hatte der Ostuferschutzverband zu einem Benefizkonzert zugunsten des weiteren Ausbaus der Schlosskapelle Ammerland eingeladen. Anne Solveig Weber (Violine), vielen bereits von den Holzhauser Musiktagen in bezaubernder Erinnerung, und Johannes Umbreit (Klavier), erfahrener Lehrer der Münchner Musikhochschule, gestalteten ein abwechslungsreiches und nicht alltägliches Programm. Bei der bereits erwähnten Sonate zeigte Anne Weber ihre intensiven Gestaltungs – und Tonqualitäten. Mittlerweile als Mitglied des international ganz vorn rangierenden Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, verfügt sie über eine hervorragende Intonation und einen großen Farbreichtum. Leider hat der Flügel des Kempfenhausener Saales seinen Zenit schon längst überschritten und sollte dringend gegen ein deutlich besseres Instrument ausgetauscht werden. Johannes Umbreit engagierte sich deshalb sehr, um mit dem Klangreichtum seiner Partnerin Schritt zu halten.

Nach einer kurzen Umbaupause erklang F. Poulencs geniale, witzige und spannende Vertonung des Kinderbuches „Die Geschichte von Babar“. Hier wird die Geschichte, gelesen von Anne Weber, nicht nur untermalt, sondern im Klaviersatz geistreich kommentiert und stellenweise ironisch hinterfragt. Diese originale Klavier/Sprecherfassung wird kaum mehr aufgeführt, da sich inzwischen die Orchestrierung von J. Francaix durchgesetzt hat. Auch hier waren leider die Mängel des vorhandenen Instrumentes zu hören, ein leises Verklingen des Abschieds der alten Dame von ihrem Zögling Babar kaum darzustellen. Die Frische des Dialogs der beiden Virtuosen fing die Zuhörer ein, alle folgten der Geschichte gespannt, die zwischen fröhlichen und dramatischen Elementen eine große Ideenperspektive bietet.

Als Zugabe gab es noch den verführerischen Blues aus der Violinsonate von M. Ravel virtuos von den beiden Interpreten gestaltet.

Großer Applaus, ein tiefes Dankeschön an die beiden Solisten und dem Wunsch vom OSV dieses Programm nochmal in größerem Rahmen zu hören.

Peter C. Scriba, Ammerland

14. Mai 2017, 19 Uhr, Schloss Kempfenhausen

Im Sommer 1940 bat die kleine Nichte des Komponisten Francis Poulenc ihn, ihr auf dem Klavier die Geschichte von Babar, dem kleinen Elefanten vorzuspielen, die sie aus einem Bilderbuch kannte. So entstand einer der Klassiker der Musik für Kinder: Der kleine Babar kommt in die Welt der Menschen, nachdem Jäger seine Mutter getötet haben. In der Stadt erlebt der Elefant allerlei Abenteuer, bevor er in den Wald zurückkehrt. Die Geschichte hat Poulenc zu einer witzigen Musik für Klavier angeregt.

Zu einem Benefizkonzert zugunsten der Schlosskapelle in Ammerland lädt der Ostuferschutzverband (OSV) am Sonntag, 14. Mai 2017 in das Schloss Kempfenhausen ein. Pianist Johannes Umbreit, selbst Vorstandsmitglied im OSV, hat als Sprecherin und Solistin (Violine)  Anne Solveig Weber gewonnen.

Neben der Musik von Francis Poulenc gibt es noch Werke für Violine und Klavier von Beethoven und Ravel, um ein vollwertiges Programm zu präsentieren.

Das Privatkonzert ist nur für Mitglieder des Ostuferschutzverbandes .

Anmeldung per Mail bei der Geschäftsstelle : AK-Kultur-OSV@web.de

Sowohl als Solistin, Kammermusikpartnerin als auch als Musikerin in renommierten Orchestern konzertiert Anne Solveig Weber regelmäßig im In- und Ausland. Zur Zeit spielt sie in den ersten Violinen des Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Als versierte Orchestermusikerin ist sie außerdem gern gesehener Gast beim Royal Concertgebouw Orchestra (wo sie Akademistin war), Mahler Chamber Orchestra, beim Orchestre Le Concert Olympique, dem Münchner Kammerorchester und anderen Ensembles. Von 2011 bis 2013 war sie stellvertretende Konzertmeisterin des Gustav-Mahler-Jugendorchesters. Als Solistin konzertierte sie u.a. mit dem Symphonieorchester Biel, der Meininger Hofkapelle und dem Ensemble Interculturel.
Geboren als Tochter einer Musikerfamilie in M
ünchen erhielt Anne Solveig Weber früh ihren ersten Klavier- und Violinunterricht. Bereits mit 13 Jahren wurde sie als Jungstudentin an die Hochschule für Musik und Theater München aufgenommen, wo sie nach dem Abitur ihr reguläres Studium fortsetzte. Schon bald zog es sie jedoch ins Ausland, wo sie wichtige musikalische Impulse am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse in Paris in der Klasse von Prof. Régis Pasqiuer erhielt, bevor sie an der Zürcher Hochschule der Künste ihr Studium bei Prof. Zakhar Bron komplettierte und mit Auszeichnung abschloss. Zur Zeit absolviert Anne noch einen Master of Specialized Music Performance Soloist an der Zürcher Hochschule der Künste in der Klasse von Prof. Nora Chastain. Zahlreiche Kammermusik- und Violinkurse bei u.a. Vadim, Repin, Ingolf Turban, Joseph Kalichstein und dem Nash Ensemble ergänzten ihre musikalische Ausbildung.
Mehrfach erspielte sie sich Preise bei nationalen Jugendwettbewerben.
Von 2008-2009 war sie Assistentin der k
ünstlerischen Leitung des Festivals der Holzhauser Musiktage. Die junge Geigerin ist Stipendiatin der Studienstiftung des Deutsche Volkes, wurde gefördert durch die Karolina-Rüedi Stiftung und erhielt ein Sponsoring durch die Evonik Industries AG.

 

Einladung ins Atelier von Elisabeth von Biron

Der Isenheimer Alter
eine Hommage an Matthias Grünewald
am 30. April 2017 um 14 und 18 Uhr

Nach wiederholten Anfragen, die fertige Kopie des Isenheimer Altars zu zeigen, möchte ich Sie herzlich zu mir ins Atelier nach Dorfen einladen. Die Bilder haben nun einen Platz in einem Nonnenkloster bei Koblenz gefunden und werden bald als Wandelaltar in der Klosterkirche aufgestellt, wo sie ihrem liturgischem Zweck wieder dienen.

Nach dreijähriger Arbeit ist das für mich eine große Freude.

Der Film über den Isenheimer Altar von Dr. Hannes Hey  „Die Passion der Elisabeth Biron von Curland“ wird erneut am 10.April um 15 Uhr in der evangelischen Kirche St. Michael in Wolfratshausen gezeigt.

Auch dazu sind Sie herzlich eingeladen. Der Film ermöglicht ein tieferes Einsteigen in die Thematik und in den komplexen Arbeitsprozeß.
Münchner Strasse 7,   82057 Dorfen/Icking

Telefon  08171 7751
(Navi Adresse: Straßfeld 28, 82057 Dorfen/Icking, gegenüber der Schreinerei Mock)

www.elisabeth-biron-von-curland.de

elisabeth@biron-von-curland.de


Eine ambivalente Persönlichkeit

Waldemar Bonsels, Vater der Biene Maja
Waldemar Bonsels, Vater der Biene Maja

„Der Honigsammler. Waldemar Bonsels, Vater der Biene Maja“ von Bernhard Viel

Ambach/München – In seiner Biografie zeigt Bernhard Viel den Erfinder der Biene Maja, Waldemar Bonsels, als eine ambivalente Persönlichkeit der deutschen Kultur- und Ideengeschichte. Unter dem Titel „Der Honigsammler. Waldemar Bonsels, Vater der Biene Maja“ ist im Dezember 2015 die erste dem Verfasser des Kinderbuchklassikers „Die Biene Maja und ihre Abenteuer“ gewidmete Biografie im Verlag Matthes & Seitz erschienen. Auf 444 Seiten geht der Literaturwissenschaftler Bernhard Viel den Ambivalenzen von Bonsels literarischer Karriere sowie den ästhetischen und politischen Positionen des heute wohl unbekanntesten der deutschen Bestsellerautoren nach.
Obwohl Bonsels, der in Ambach lebte, seit dem Erscheinen seines Biene Maja-Romans im Jahr 1912 bis weit in die Nachkriegsjahre ein äußerst produktiver und vielgelesener Schriftsteller war, findet er heute – sowohl in der Literaturwissenschaft als auch beim Lesepublikum – wenig Aufmerksamkeit. Zum zentralen Grundzug von Bonsels Persönlichkeit erklärt die Biografie seinen Opportunismus: Geschickt auf die Nachfrage des literarischen Marktes reagierend, wusste sich der 1880 in Ahrensburg geborene Bonsels in der Tradition der großen deutschen Dichter der Klassik und Romantik zu inszenieren und somit den Lesegeschmack des mittelständisch-bildungsbürgerlichen Publikums zu bedienen. Zwar in einem den konservativen deutschnationalen Werten verpflichteten Elternhaus aufgewachsen, hat sich der Autor und Verleger grundsätzlich als unpolitisch bezeichnet. Weltanschauliche und politische Anpassungsfähigkeit machten aus ihm im Dritten Reich einen Opportunisten, der Führerfiguren in seinem literarischen Werk imaginierte und nationalsozialistische sowie anti-semitische Positionen in seinen publizistischen Texten affirmierte. Eine ambivalente Persönlichkeit weiterlesen

Benefizkonzert für die Ammerlander Schlosskapelle

Schlosskapelle Ammerland

Die Ammerlander Schlosskapelle macht Fortschritte: Vielleicht haben Sie es bemerkt: die Fenster sind eingebaut, der Fensterladen an der Seestraße ist neu gefertigt, hinter der Bautür verbirgt sich eine neue Eingangstür und die Kirchenmaler haben die Raumschale bald fertig gestellt.

Der Ostuferschutzverband freut sich, Sie zum Benefizkonzert für die Ammerlander Schlosskapelle einzuladen.

Am 18. Oktober 2015, Beginn 18 Uhr in der Kirche St. Peter in Ammerland, findet das Kirchenkonzert statt.

Benefizkonzert für die Ammerlander Schlosskapelle weiterlesen

Exkursion zu kleinen Burganlagen des Lokaladels

Einladung des Ostuferschutzverbands: Exkursion zu kleinen Burganlagen des Lokaladels zwischen Starnbergersee und Loisach aus dem Zeitraum 11.-12. Jahrhundert

Nach unserer großen Anzahl an „Indoor-Veranstaltungen“ habe ich diesmal Andreas Umbreit (Bruder unseres Vorstand-mitglieds Prof. Johannes Umbreit) zu einer interessanten „Outdoor-Veranstaltung“ gewinnen können.
Andreas Umbreit schrieb mir auf die Frage, was uns bei dieser ganztägigen Exkursion (mit Mittagspause) erwartet: „Ich helfe hobbymäßig einer Webseite Alle Burgen, die versucht, sämtliche Herrensitze und älteren Wehranlagen in Mitteleuropa zu dokumentieren. Insgesamt dürften das so 150000 Anlagen sein….Für mich ist das eine spannende Mischung aus Expedition und Schnitzeljagd in Mitteleuropa, kombiniert mit Geschichtsinteresse und gleichzeitig der sich daraus ergebenden Möglichkeit, Gegenden sehr authentisch abseits der Touristikwege kennenzulernen.“
Ich darf Sie zu dieser spannenden Exkursion am Sonntag, 19. April 2015 pünktlich um 9:30 Uhr einladen.
Treffpunkt: Direkt am Landgasthof Berg, Schmiedberg 2, 82547 Eurasburg
(Spätestens) hier bilden wir Fahrgemeinschaften, da an den zu besichtigenden Objekten teils nur sehr begrenzte Park- möglichkeiten bestehen und wir daher mit möglichst wenig Autos unterwegs sein sollten.
Absolut erforderlich: Kräftiges Schuhwerk (hohe Bergschuhe oder Gummistiefel) und strapazierfähige Kleidung – es geht teils durch Unterholz und morastiges Gelände. „Geländegängigkeit“ ebenfalls wichtig, da es teils durch wegloses Terrain einschließlich kürzerer An- und Abstiege geht. Für diese Exkursion ist der Winter/Frühling ideal, da viele Objekte stark eingewachsen und daher mit Laub kaum erkennbar sind.
Bisher ist die Planung unserer Wegstrecke folgendermaßen: Happerg, der dortige Burghügel gibt einen ersten Eindruck. Von dort aus könnten wir zum relativ nahen Burgstall Schallenkam fahren/gehen und anschließend eventuell noch zu einem weiteren Burgstall direkt an der Autobahn oberhalb von Eurasburg. Nach dem Mittagessen im Landgasthaus Berg wären ein kleiner Burgstall bei Dorfen und die umfangreichen Wallreste der nach ihrer Explosion komplett abgerissenen Burg Wolfratshausen zwei mögliche weitere, ebenfalls nah beieinander liegende Programmpunkte.

Für diese Exkursion ist keine Anmeldung erforderlich.
Ich freue mich auf einen erlebnisreichen Ausflug!
Petra Schulze
Leitung AK-Kultur im OSV

Vortrag Anatol Regnier, 26. März: Die Manns und die Wedekinds…

25. Feb. 2014
Exklusiver Vortrag für den OSV von Anatol Regnier am 26.3.15

Liebe literaturinteressierte Ammerlander, Ambacher, Holzhausener, Degerndorfer, St. Heinricher und andere dem Ostuferschutzverband Wohlgesonnene!

Unser Mitglied ANATOL REGNIER hat kürzlich für das Münchner Thomas-Mann-Forum einen Vortrag gehalten:

„Die Manns und die Wedekinds – ein Beziehungsgeflecht“

Diesen Vortrag wiederholt er auf unsere Bitte am

Donnerstag, 26. März 2015
im Seegasthaus Hirth am Schwaiblbach,
(am Campingplatz in Ambach)

Einlass ist um 18.00, Beginn des Vortrags 19.30 Uhr
Unkostenbeitrag: 8 Euro. Ein Teil des Erlöses fließt in die Renovierung der Ammerlander Schlosskapelle. Kein Vorverkauf, Karten nur an der Abendkasse.

Anatol Regnier schildert das komplizierte, stürmische, brisante, innige, mehrere Generationen und dramatische Zeitläufte überspannende Verhältnis zweier literarischer Familien.

Über den Vortrag im Thomas-Mann-Forum schrieb Dirk Heißerer an Frido Mann:

„Gestern haben wir in der Seidlvilla einen sehr gelungenen Vortrag von Anatol Regnier gehört. Die Lesung dauerte ohne Pause zwei Stunden, Anatol war erkältet angetreten und sprach sich aber im Wechsel der vielen zerlesenen Bücher, die er mit bunten Merkzeichen versehen und vor sich aufgestapelt hatte, nach und nach frei und geradezu gesund. Er hatte sich sehr gut vorbereitet, sprach die Stellen mit Entschiedenheit, und die Zeitreise durch 150 Jahre und drei Generationen gelang ihm so anschaulich, dass nur noch die Türe hätte aufgehen müssen und jemand aus dem Schattenreich hätte hereinkommen und sagen können: Das hat Du sehr gut gemacht, Anatol!“

Zu diesem Vortrag laden wir Sie herzlich ein!

Für den Vorstand des OSV:
Petra Schulze, AK Kultur