Mich mag kein Schwein

Ein „Columbo“-Fan und ein Zwillings-Vater

Dr. Georg Unterholzner und Volker Ufertinger lesen aus ihrem Krimi „Mich mag kein Schwein“

Münsing – Ein junger Tierarzt, der von seinen Patienten gehasst wird und sie deshalb am Liebsten behandelt, wenn sie in Narkose liegen. Dazu sein dubioser Onkel aus Amerika und eine Handvoll Auftragskiller. Das Ganze noch mit tiefsinnigen Humor gewürzt – und schon hat man einen ersten Eindruck des neuen Krimis von Veterinär Dr. Georg Unterholzner und seinem Co-Autor, Merkur-Redakteur Volker Ufertinger. „Mich mag kein Schwein“ ist ein unterhaltsames Werk, das man nicht so schnell aus der Hand legen will.

Einen kleinen Einblick in das Buch gewährten die Autoren kürzlich bei einer Lesung auf Einladung des Ostuferschutzverbandes im Münsinger Pfarrheim. Die musikalische Begleitung übernahm Anton Kometer aus Höhenrain mit seiner Drehorgel.

Während der Vorlesepausen zwischen den ausgesuchter Kapiteln interviewten sich die beiden Autoren gegenseitig. Der Ascholdinger Unterholzner entpuppte sich auf die Frage, warum er seine Hauptperson als übergewichtigen, von den Tieren gehassten jungen Mann darstellt, als „Columbo“-Fan. Columbo war der Titelheld einer US-TV-Serie, die ab 1967 auch im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Inspektor Columbo, dessen Gesicht ähnlich zerknautscht ist wie sein Trenchcoat, ist nicht gerade eine Augenweide, aber weltgewandt. „Und ich wollte keinesfalls so einen Tierarzt, wie er in Nachmittagsserien gezeigt wird, nämlich hübsch und smart“, so Unterholzner. Außerdem stehe er auf Geschichten wie „Die Abenteuer des Tom Sawyer“ sowie die aus der Feder von Friedrich Dürrenmatt. „Eben skurril, aber in sich logisch. Eine schwierige Situation, aus der man einfach so wieder herauskommt – das war mir zu billig.“

Journalist Ufertinger verriet, dass ihm das Angebot des Hauptautors, bei dem Roman mit zu wirken, nicht unbedingt zum passenden Zeitpunkt ereilte. „Ich war gerade Vater von Zwillingen geworden – da hat man erst einmal anderes im Kopf.“ Doch Unterholzner ließ nicht locker: „Ich war an einem Punkt, an dem die Geschichte immer verworrener geworden ist. Ich brauchte einfach einen Cut“, so der Veterinär mit der Krimi-Leidenschaft. „Schließlich hat er nicht mehr nein gesagt – und deshalb sitzen wir jetzt hier.“

Das Buch spielt in Münsing und Umgebung. „Genau das macht mit seinen Reiz aus“, sind sich Lilo Hacker und Constance Lämmle, Besucherinnen der Lesung, einig. „Man fährt bei der Verfolgungsjagd praktisch im Auto mit, weil man die Umgebung kennt, und man ist Teil der Geschichte“, ergänzte Sophie Herold. Die „ironisch-schräge“ Erzählweise der zwei Autoren begeistert alle – und auch, wie sich Unterholzner und Ufertinger nicht nur im Gespräch die Bälle zuwarfen, sondern beim Vorlesen die Rollen der Hauptpersonen quasi verkörperten: sowohl mit ihren Stimmen als auch mit ihrer Mimik.

Als absolut passend dazu erwies sich Kometer. Der Höhenrainer spielte die Drehorgel und sang „Jennerwein“ und „Meckie Messer“. Fazit: Ein kurzweiliger Abend, der viel zu schnell zu Ende ging. SABINE HERMSDORF-HISS

Info

Das Buch „Mich mag kein Schwein“ von Dr. Georg Unterholzner und Volker Ufertinger ist unter ISBN 978-3-86222-457-9 im Volk Verlag München erschienen. Es kostet 18 Euro.

Sabine Hermsdorf-Hiss, Isar-Loisachbote, 27. und 28. Januar 2024

Die beiden Protagonisten sind: Ein Tierarzt, dem seine Patienten überdeutlich mit Bissen und Tritten klar machen, dass sie ihn nicht mögen und dessen von Auftragskillern ver-folgtem Onkel aus Amerika.

Autoren sind Dr. Georg Unterholzner und Volker Ufertinger. Unterholzner ist seit 20 Jahren Amtstierarzt im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen und leidenschaftlicher Krimiautor. In Zusammenarbeit mit seinem Co-Autor Volker Ufertinger, Redakteur beim Münchner Merkur, erzählt er die skurrile Geschichte des hundert Kilo schweren, jungen Tierarztes Karl Hornsteiner, der von allen Tieren, die nicht in Narkose liegen, regelrecht gehasst wird. Ein weiterer schräger Typ ist eben jener Onkel Joe, ein Hollywoodfotograf, der durch ein Bild, das er von Marilyn Monroe geschossen hatte, berühmt geworden ist. Nun steckt er in Schwierigkeiten und Karl gleich mit.

Die musikalische Begleitung übernimmt Anton Kometer auf der Drehorgel. Er hat seine „Musik Rollen“ durchforstet und wird passend zum Thema Titel wie Mackie Messer, den Jennerwein oder Küchenlieder beisteuern und er singt den entsprechenden Text dazu.

Wir freuen uns wieder auf eine schöne Veranstaltung und freuen uns auf Ihr Kommen. Eintritt 12 Euro

CHRISTOPH  BRECH   zeigt uns die von ihm gestalteten Glasfenster in der Pfarrkirche Heilig-Kreuz in Giesing

29. Oktober 2023, Treffpunkt 11 Uhr vor der Kirche Ichostraße 1, 81541 München

Es besteht die Möglichkeit bereits um 9:30 Uhr dort selbständig den Gottesdienst zu besuchen.


Der Ammerlander Medien-Künstler Christoph Brech gestaltete die sieben Chor- und Oratorienfenster in der Kirche am Giesinger Berg.  Brech übernahm die Neugestaltung der 11 Meter hoch aufragenden Fenster mit einer Fläche von insgesamt 85 qm² . Seine gewählten Themen „Himmel“, „Luft“ und „Atem“ führten den aus einem medizinisch vorgeprägten Elternhaus stammenden Künstler schließlich zum Motiv der menschlichen Lunge, die vom Thorax, dem Brustraum, geschützt wird. Grundlage waren Röntgenaufnahmen. Das Licht fällt in zarten Blau- und Weißtönen durch die mehr als tausend künstlerisch abgewandelten Thorax-Aufnahmen, die fast wie Schmetterlinge wirken. Die hellen Lungenflügel sind besonders gut erkennbar und verweisen auf die menschliche Verletzlichkeit. Schon wenige Monate nach ihrer Einweihung gewannen die Kirchenfenster an brisanter Bedeutung durch die plötzliche weltweite Ausbreitung von Corona, dem Covid-19- Lungenvirus.

LORIOT zum 100. Geburtstag

Samstag, 23. Sep. 2023
um 18:30 in der Lothhof Tenne in Münsing

Johann von Bülow

„Der ganz offene Brief“

Lesung von
Johann von Bülow

In den Jahren 1957 bis 1961 erschien in der Illustrierten QUICK die Kolumne „Der ganz offene Brief„. LORIOT unterrichtete in jenen Anschreiben die Redaktion und die Leser über Seltsamkeiten des öffentlichen Lebens, zeichnete ein Sittengemälde der jungen Bundesrepublik und machte den ersten Schritt vom Illustrator zum Autor. Danach gerieten die Werke lange Jahre in Vergessenheit und wurden erst 2014 im Wege der gleichnamigen Buchveröffentlichung (hrsg. von S. v. Bülow, P. Geyer und OA Krimmel) wiederentdeckt.

Die Veranstaltung ist ausverkauft

Weblink zu Johann von Bülow:
https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_von_B%C3%BClow

Weblink zu „Der ganz offene Brief“
https://de.wikipedia.org/wiki/Der_ganz_offene_Brief

Rückschau: Benefizkonzert für St. Valentin Allmannshausen

Vielleicht sind es genau die Klänge des Handwerkers, der gerade oben am Kirchturm von St. Valentin in Allmannshausen arbeitet, die durch die Klänge von Nils Schad (Violine) und Johannes Umbreit (Klavier) finanziert wurden…

Am 25. Juni 2023 gaben beide ein Benefizkonzert zugunsten der Renovierungsarbeiten der 500 Jahre alten Kirche, und sind dabei gleich zweimal aufgetreten: Die erste Aufführung richtete sich an die Patienten und Bewohner der Marianne-Strauß-Klinik, denen die Musiker Abwechslung bieten und Freude bereiten wollten. Ein gelungener Auftritt mit vielen emotionalen Momenten, wie Nils Schad den Gästen der zweiten Aufführung im vollbesetzten Rittersaal zu Schloss Kempfenhausen erklärt.

Das Repertoire des Konzertabends für Violine und Klavier mit Stücken Fritz Kreisler, Mozart, Grieg und Zimmermann spannte sich stilistisch über gut 300 Jahre. Das herausragende Talent der Profi-Musiker wurde dabei nicht nur vom stilvollen Ambiente des Saals getragen, sondern auch der Klang des Konzertflügels – eine Spende von Dr. Joachim Kaske – sorgte für Genuss bei allen Zuhörern. Mit einem Glas Wein und dem Blick über das sonnengetränkte Kempfenhausen ging der Abend stilvoll zu Ende.

Ein Novum war dieser wunderbare Abend auch, weil das Zusammenspiel eine Kooperation des Kulturvereins Berg e.V. und der Ostuferschutzgesellschaft e.V. war. Denn Nils Schad ist neuer Vorsitzender des Kulturvereins Berg und Johannes Umbreit ist ebenfalls neuer Vorsitzender des Schutzvereins für das Ostufer des Starnberger Sees.

Stolze 1.900 € an Spendenerlös helfen zukünftig dabei, dass auch die Klänge von St. Valentin in Allmannshausen nachhallen.

100 JAHRE LORIOT FESTKONZERT

Sonntag, 12.11.2023| 11:00 Uhr | Isarphilharmonie

Am 12.11.2023 wäre der legendäre Humorist und Musikliebhaber Vicco von Bülow, den ganz Deutschland vor allem als Loriot kennt, 100 Jahre alt geworden.Zu diesem Anlass findet an seinem Geburtstag ein Festkonzert mit den Münchner Symphonikern unter der Leitung von Olivier Tardy statt. Durch das Programm führt Udo Wachtveitl, den man auch als Tatort-Kommissar und Sprecher kennt. Zudem wird der beliebte Münchner Karikaturist Dieter Hanitzsch als Ehrengast das Grußwort sprechen. Sie hören Werke u. a. von Ludwig van Beethoven, Carl Maria von Weber und Richard Wagner, die in direkter Verbindung mit Loriot stehen.

Loriot-Festkonzert

Grußwort: Dieter Hanitzsch
Moderation: Udo Wachtveitl
Münchner Symphoniker
Dirigent: Olivier Tardy
Vorverkauf: www.muenchenticket.de

Neue Kulturreihe: „Münsinger Lesungen“

Münsing – Schriftsteller und Literaten lebten und leben zuhauf am Starnberger See. Es gab immer wieder vereinzelte Veranstaltungen mit ihnen. Der Kulturreferent des Gemeinderats, Georg Sebald, möchte der Wortkunst nun ein eigenes Format geben und hat deshalb die neue Reihe „Münsinger Lesungen“ ins Leben gerufen.

„Wir haben die renommierten Holzhauser Musiktage, die traditionellen Konzerte unserer drei Blaskapellen und unsere Theateraufführungen. Der Literatur haben wir bisher wenig Raum gegeben“, sagt Sebald. In Verbindung mit kleinen musikalischen Darbietungen sollen regionale Autoren deshalb eine Bühne erhalten. Georg Sebald denkt dabei auch schon an das zum Ende des Jahres bezugsfertige Bürgerhaus. Dort, aber nicht nur dort, könnte die Reihe fortgesetzt werden. „Wir wollen bewusst alle Örtlichkeiten einbeziehen – von den Tennen über die Cafés bis zum schönen Garten der Grundschule“, sagt Sebald. Unterstützt wird er von zahlreichen Vereinen, wie der „Franz Graf von Pocci Gesellschaft“ oder dem Ostuferschutzverband.

Dem ist es gelungen, Schauspieler Johann von Bülow für eine Lesung zum 100. Geburtstag Vicco von Bülows alias Loriot im September zu gewinnen. Die Gemeinde Münsing gibt eine Anschubfinanzierung für das neu aufgelegte Programm aus dem jährlichen Kulturbudget in Höhe von 5000 Euro. Das Interesse der Künstler sei groß gewesen. „Da war ich sehr positiv überrascht“, sagt Georg Sebald.

Am kommenden Freitag, 7. Juli, liest der Holzhauser Schauspieler Wowo Habdank ab 20 Uhr in der Baderschmied-Tenne aus dem Roman „Bergheim“ des Ambachers Fritz Wagner. Am 23. September findet ab 18.30 Uhr in der Lothhof-Tenne auf Einladung des Ostuferschutzverbands die Loriot-Lesung statt. Der Humorist und Münsinger Ehrenbürger wäre heuer 100 Jahre alt geworden. Johann von Bülow, ein entfernter Verwandter, wird einige der zwischen 1957 und 1961 in der Zeitschrift „Quick“ erschienenen Kolumnen „Der ganz offene Brief“ vortragen.

Noch offen sind Termine für eine Präsentation des dritten Bands der Münsinger Chronik und eine Lesung mit der aus Tutzinger Autorin Monika Czernin aus „Der Kaiser reist inkognito – Joseph II und das Europa der Aufklärung“. Im Advent liest am Donnerstag, 14. Dezember, nochmals Wowo Habdank ab 20 Uhr in der Ammerlander Kirche die „Heilige Nacht“ von Ludwig Thoma.  tal

Info

Kontakt und Infos unter kultur@muensing.de

Soirée im Schloß

im Rittersaal von Schloß Kempfenhausen
25. Juni 2023 um 16 Uhr und 19 Uhr
Benefizkonzerte zu Gunsten der Renovierung von
St. Valentin in Allmannshausen

Prof. Johannes Umbreit (Klavier) und Nils Schad (Geige)
spielen Werke von Kreisler, Mozart, Zimmermann und Grieg

Johannes Umbreit und Nils Schad

Karten 20 Euro, ermässigt für Schüler und Stundenten 10 Euro
bei Dogerie Höck, Marienstr.2, 82335 Aufkirchen oder
Kartenreservierung bei schad@kulturverein-berg.de

Veranstalter:

Die Allmannshauser Kirche St. Valentin soll schöner werden

Im Jahr 2024 feiert die Feuerwehr Allmannhausen ihr 150jähriges Bestehen. Dafür möchten wir auch unser Dorf präsentieren und wünschen uns dazu, dass unsere Kirche wieder ihre alte Schönheit erhält.

Hierfür sind Sanierungsarbeiten notwendig: ein neuer Anstrich, Reparatur von Dach und Turm sowie Ableiten des Regenwassers, das die Kirchenmauern durchnässt.

Bereits vor 50 Jahren wurde die Kirche schon einmal in Eigenleistung zum 100jährigen Jubiläum der Feuerwehr saniert. Damals haben wir die Kirche geweißelt und der Turm erhielt Schieferschindeln. Kurze Zeit später bekam sie dann die heutige Farbgebung.

Nach zahlreichen Gesprächen mit der Kirchenverwaltung (insbesondere den Herren Schwarz und Gams) und der daraufhin erteilten Erlaubnis für die Ausführung wurden bis jetzt foldende Arbeiten durchgeführt:
Dank der großzügigen Erlaubnis der Nachbarn erfolgte die Rodung der Bäume und Sträucher in unmittelbarer Kirchennähe, die Entwässerung konnte durch neue Regenrinnenabläufe, Sickerdohlen und einen Sickerschacht verbessert werden, am alten Feurwehrhaus wurden neue blühende Sträucher gepflanzt.

Noch auszuführen ist der Außenanstrich mit Reparaturarbeiten am Putz. Wenn alles gut geht, erstrahlen bald der Turm mit den drei Zifferblättern und die Kirche wieder in neuem Glanz.

Ein herzliches Vergelt´ s Gott an alle die unser Projekt unterstützt haben! Leider ist es mit diesen Arbeiten nocht nicht getan, denn es sollten weitere am Dach und der Sakristei durchgeführt werden. Wenn Sie uns helfen wollen, freuen wir uns über eine finanzielle Unterstützung.

Peter Eisenhut, Pfarrbrief des Pfarrverbandes Aufkirchen, Pfingsten 2023

Neues aus dem OSV Mai 2023

Liebe OSV Mitglieder,

wir möchten Ihnen kurz einen Bericht zu unserer ersten Mitgliederversammlung seit den Neuwahlen im Juli letzten Jahres geben.

Satzungsgemäß fand diese im ersten Halbjahr, diesmal am 12. Mai 2023 in einer interessanten Umgebung statt: Wir konnten den Schlosssaal des „Wort des Lebens“ kostenfrei nutzen.

Grundlage aller Rechenschaftsberichte und Beiträge war eine liebevoll und kompetent zusammengetragene Bilder- und Filmsammlung von Mechthild Felsch. Danke für diesen dadurch informativen und kurzweiligen Abend! So konnte der erste Vorsitzende Professor Johannes Umbreit gut auf unseren Neuanfang in kollegialem Stil verweisen.

  • Er ging auf die stattgefundenen 6 Vorstandssitzungen ein, zu denen auch der Beirat geladen wurde.
  • Drei Zwischenberichte „Neues aus dem OSV“ wurden an die Mitglieder verschickt, um Sie alle auf dem Laufenden zu halten. Danke für viele konstruktive Stellungnahmen und Hinweise aus ihren Reihen.
  • Erfreut konnte Umbreit auf die Neuauflage unserer Zusammenarbeit mit anderen Vereinen verweisen. So hatten wir bereits einige Veranstaltungen mit dem Kulturverein Berg, der Pocci Gesellschaft, dem Hollerhaus. Mit GR Seebald, dem Kulturreferenten der Gemeinde Münsing stehen wir engem Austausch.
  • Der Gabriel von Max Denkmalpreis legt momentan eine kreative Denkphase ein. Wir hoffen, dass noch weitere Vorschläge für evt. neue Preisträger eingehen werden.
  • Zufrieden konnte Umbreit berichten, dass es in den letzten 10 Monaten insgesamt mehr Neuaufnahmen als Austritte gab und somit die Turbulenzen des letzten Jahres keine bleibenden Schäden hinterlassen haben.
  • Durch viele Zeitungsartikel, zum Teil auch durch unsere regelmäßigen Presse-erklärungen angestoßen, war der OSV in der Öffentlich sehr präsent. (Bitte dazu auf unserer Homepage den Reiter „Medienberichte“ durchstöbern)
  • Auch unsere „Dauerbrenner“ KWA Bebauung auf dem ehemaligen Wiedemann-gelände, Verkauf Bonselsvilla in Ambach, Verfall der denkmalgeschützten Max-Villa in Ammerland wurden beleuchtet.
  • Ein hübsches Fuchsien-Bäumchen sollte unserer ehemaligen ersten Vorsitzenden Ursula Scriba für 17 Jahre unermüdlichen Einsatz und Ideengebung für den OSV überreicht werden.

Die zweite Vorsitzende Petra Schulze konnte erfreut auf 10 Veranstaltungen des OSV in 10 Monaten verweisen. Um unseren kollegialen Arbeitsstil auch im Vortrag zu unterstreichen, hat jedes Vorstands- und Beiratsmitglied „ihr/sein“ Herzensthema vorgestellt:

  • 11.9.22 Tag des offenen Denkmals: Besichtigung und Führung Elisabeth Prinzessin Biron von Curland in Staudacher Kapelle
  • 1.10.22 „Besuch beim Fischer“ Martin Maier (unser Beirat!) in Ambach
  • 3.11.22 Führung im Buchheim Museum mit Kunsthistorikerin Monika Babl zur Ausstellung „Blaue Reiter und Brücke Malern“
  • 10.11.22 erster, sehr gut besuchter Stammtisch beim Huber in Ambach
  • 27.11.22 Dorfadvent in Münsing mit eigenem Stand (Springerle von Mechthild Felsch mit Skyline von Münsing)
  • 9.12.22 Lesung mit Anatol Regnier im Hollerhaus: „Jeder schreibt für sich allein, Schriftsteller in der NS-Zeit“
  • 27.1.23 Vorstellung „dreidimensionales Hören“ von Felix Kruis, Nominierung zu Tassilo Kulturpreis der SZ
  • 16.2.23 Vortrag zu „Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen“ mit Fachanwalt Herrn Schmidt 
  • 24.3.23 Lesung Tabea Umbreit über die Musiker um den Starnberger See
  • 8.3.23 Begehung bei Agrobs, Familie Berger stellte den geplanten Ort für die PV-Anlage westlich von Degerndorf vor 

          30.3.23 Zweiter Stammtisch beim Großmann in Münsing

Dr. Gustav Neumeister  berichtete,

  • dass unser Verband nun als Umweltvereinigung vom Landesamt für Umwelt anerkannt ist. Wir sind damit berechtigt, an allen Verfahren am Ostufer, die eine Umweltprüfung erfordern, teilzunehmen und können, wenn es unumgänglich ist, im eigenen Namen gegen umweltschädliche Anlagen klagen. Von dieser Möglichkeit werden wir nur verantwortungsvoll Gebrauch machen.

  • Leider hat uns die Anwaltskanzlei, von der sich die frühere erste Vorsitzende im Streit mit den anderen Vorstandsmitgliedern persönlich hat beraten lassen, auf € 6.700,- verklagt, weil die frühere erste Vorsitzende diesen Beratungsvertrag im Namen des Vereins abgeschlossen hat. Wir wehren uns gegen diese Klage, weil die persönliche Beratung und persönliche Inanspruchnahme von Anwaltsleistungen auf Kosten des Vereins einen Missbrauch der Vertretungsmacht darstellt, den die beratende Kanzlei erkennen konnte.
    Wir haben als gütliche Einigung vorgeschlagen, dass die Anwaltskanzlei auf ein Drittel ihrer Forderung verzichtet, ein Drittel vom Verein getragen wird und das restliche Drittel von der ehemaligen ersten Vorsitzenden. Öffentliche Verhandlung ist am 20.06.2023, 11 Uhr vor dem Landgericht München II, Denisstraße 3, Sitzungssaal 114.


Weitere interessante Themen von Mechthild Felsch waren:

  • Unser neuer Flyer
  • ein professioneller Internetauftritt und ein funktionierender Mailversand

    Unser Beirat und Gemeinderatsmitglied Professor Richter-Turtur berichtete aus seiner oft schwierigen Tätigkeit im GR.  Für ihn ist das kein Interessenskonflikt. Schwierig sei nur, wie man mehr Transparenz in die Arbeit des GR bringen könnte.
    Die Renovierung der Ammerlander Schlosskapelle liegt nun ganz in Händen unserer Beirätin Mechtild Friedrich-Schoenberger. Da sie verhindert war, verlas Manfred Stecher ihre Zusammenfassung, begleitet von ihren wunderbar konkreten Architektenzeichnungen. Die Fertigstellung scheint in erreichbare Nähe zu rücken.

    Wir möchten Sie noch auf die bevorstehende Veranstaltungen aufmerksam machen:
  • 14.6.23 ab 18:30 Uhr: Dritter OSV Stammtisch beim Gerer in Ammerland,
  • 25.6.23 Benefizkonzert mit Prof. Umbreit für die Renovierung der Allmannshauser Kirche, Flyer zur Kartenbestellung kommt vom Kulturverein Berg (siehe Mailanhang).
  • 23.9.23 19 Uhr: Wir feiern Loriots 100. Geburtstag: Johann von Bülow liest Briefe aus  der Quick, Kartenvorverkauf nur online über unsere Homepage!
  • 29.10.23 Sonntag: 11 Uhr Führung in Giesinger Heilig Kreuz Kirche, Kirchenfenster Christoph Brech, Einladung erfolgt nach den Sommerferien
  • 16.11.23 19 Uhr Vortrag der Kunsthistorikerin Christine Metz, die das Malerbrüder-Max-Archiv leitet, Ort der Veranstaltung Altes Holzhauser Schulhaus , Einladung erfolgt nach den Sommerferien.
    Im Top 3: Aussprache über Vorstands- und Vereinsarbeit, wurde von den anwesenden Mitgliedern allseits Dank und Anerkennung ausgesprochen.

    Kassenbericht und Bericht der Kassenprüfer verlief wie immer reibungslos. Manfred Stecher leistet hier hervorragende Arbeit. Herzlichen Dank an ihn. So konnten Vorstand und Kassier entlastet werden.

Der Abend klang bei gemütlichen Gesprächen und Planungen für kommende Projekte, wie z.B.  Kinder und Jugendliche wieder mehr an den OSV heranzuführen und einzubinden, aus.
Bleiben Sie mit uns in Kontakt. Wir freuen uns über Ideen und konstruktive Kritik.

Vorstand und Beirat des OSV

Vom Klang des Gewässers

Tabea Umbreit erzählt von der musikalischen Geschichte des Starnberger Sees.

Von Jana Daur, Münsing, Wolfratshauser SZ, 23. März 2023

  • Richard Strauss, Alexander Lázló und Carl Maria von Weber eint neben der Liebe zur Musik auch die Verbundenheit zu einem Ort: Am Starnberger See haben sie sich wie viele weitere Künstler inspirieren lassen. Ihre Geschichten bringt der Ostuferschutzverband (OSV) nun einem interessierten Publikum nahe.

An diesem Freitag, 24. März, hält Tabea Umbreit von 19.30 Uhr an im Pfarrheim Münsing einen Vortrag über das Wirken verschiedener Musiker und Komponisten am Starnberger See.

Umbreit, die in Wolfratshausen geboren wurde, kommt selbst aus einem musikalischen Elternhaus. Nach dem Abitur entschied sie, sich der Theorie hinter dem Spiel zuzuwenden und studierte Musikwissenschaften an der LMU. Dort belegte sie 2019 ein Seminar von Christian Lehmann, der seine Studierenden mit der Geschichte des Starnberger Sees vertraut machte. „Das hat großen Spaß gemacht, weil ich selbst dort aufgewachsen bin“, so Umbreit. Gemeinsam verfassten sie das Buch „Blauer Himmel, blaue Wogen“, das um eine Wanderausstellung ergänzt wurde. „Dann ist der OSV auf das Buch aufmerksam geworden“, erklärt sie. Schnell entschied man sich, das Thema im Verband aufzugreifen.

„Für mich persönlich ist der Vortrag eine Fortsetzung des Seminars“, sagt die Musikwissenschaftlerin. Die Besucher müssen jedoch kein Vorwissen mitbringen, denn die Veranstaltung „richtet sich an alle, die sich einfach für Musikgeschichte interessieren.“ Umbreit wird Lesungen aus Lehmanns Buch mit musikalischen Hörbeispielen der einst am Seeufer wirkenden Komponisten bebildern. Eine „schöne bunte Mischung“ erwarte das Publikum also.

Zahlreiche Besucher kamen ins Pfarrheim Münsing um an der Veranstaltung teilzunehmen.

Blaue Wogen – Blauer Himmel

Musikgeschichte(n) vom Starnberger See

präsentiert von Tabea Umbreit

am Freitag, den 24. März 2023 um 19:30 Uhr im Pfarrheim

Könnte der Starnberger See erzählen, so wäre viel Musikalisches darunter: von Richard Wagners großen Skandalen, Carl Maria von Webers Bootspartien, Richard Straussʼ Zusammentreffen mit seiner zukünftigen Ehefrau, Schönberg und Kandinsky am Berger Dampfersteg oder den wunderlichen Experimenten des Synästheten Alexander Lázlós. Die Liste solcher Geschichten rund um Komponisten und Musiker am See ist reichhaltig.

Tabea Umbreit nimmt uns mit auf einen musikgeschichtlichen Uferspaziergang. Zu Bildern der lokalen Schauplätze erzählt und liest sie aus Blauer Himmel, Blaue Wogen. Musikgeschichte am Starnberger See. Das Buch von Christian Lehmann erschien 2020 begleitend zu der gleichnamigen Ausstellung, die inzwischen in München, Münsing und Tutzing zu sehen war und von Lehmann, Umbreit und anderen Studierenden der LMU konzipiert wurde. Hörbeispielen werden an diesem Abend natürlich auch nicht fehlen.

Tabea Umbreit (*1996 in Wolfratshausen) wuchs am Starnberger See auf und besuchte das Landschulheim Kempfenhausen, auf dessen Grundstück die Villa Pellet zu finden ist, in der einst Richard Wagner als Gast von Ludwig II residierte. Anschließend studierte sie Musik- und Literaturwissenschaft an der LMU München, wo sie nun als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig ist. Zuvor arbeitete sie bei der Kritischen Ausgabe der Werke von Richard Strauss und ist als Herausgeberin für den G. Henle Verlag tätig. 

2. überarbeitete Auflage 2021. Apelles Verlag, 128 Seiten, 70 Abbildungen, kartoniert, 21×14,8 cm. 
Preis 12,80 Euro   ISBN 978-3-946375-09-8