Pressemitteilung des OSV zur Gemeinderatsditzung am 30. Juli 2019

In der Sitzung des Münsinger Gemeinderats vom 30. Juli 2019 hat sich gezeigt, dass die Gemeinde sich mit einem Bebauungsplan nach Vorstellung des Investors auf dem Wiedemann-Gelände in Ambach eine Menge unschöner Probleme eingehandelt hat:

  • Salamitaktisch hat KWA zunächst versucht, die versprochene Holz- durch Massivbauweise zu ersetzen.
  • Nachdem dieser Versuch auf keine Gegenliebe gestoßen ist, soll nun versucht werden, ein fünftes Stockwerk auf die geplanten vier zu setzen, weil zwei der 80 Wohnungen zu tief unten liegen.

Laut Bürgermeister Grasl will die Gemeinde zum Glück nicht mitziehen. Ferner stehen massive sichtbare Eingriffe in die Hanglandschaft bevor:

  • Eine Schallschutzwand von 20 m Länge zwischen Biergarten und neu geplanten Villen außerhalb der Wohnanlage.
  • Ein Panorama-Schwimmbad mit Glasfront zum See.
  • Deutlich wurde auch, dass für eine ordentliche Erschließung der Simetsbergweg eigentlich zu schmal ist, sodass alle möglichen Notlösungen angedacht werden. Nicht einmal die hiesige Feuerwehr wurde gefragt.
  • Im Außenbereich sollen ferner zwei neue Villen entstehen, die mit der Wohnanlage nichts zu tun haben. Wohnungen für Angestellte sind angeblich überflüssig.

Jahrelang hat sich die Familie Wiedemann vergeblich um eine Wohnnutzung des vormaligen Klinikgebäudes Riviera I bemüht. Mit der Begründung, dass es sich um Außenbereich handelt, sind diese Anträge abgelehnt worden. Nun werden zwei Villen geplant, weil in der Nachbarschaft eine Luxus-Wohnanlage entsteht. Es gibt unter diesen Umständen keinen einleuchtenden Grund mehr, den nördlich, südlich und östlich angrenzenden Nachbarn Baurecht zu versagen.

Konsequenterweise dürfte sich der gesamte Hang zwischen Pilotyweg, Simetsbergweg und Holzbergstraße und östlich des Simetsbergwegs zum Luxuswohngebiet entwickeln. Ist diese Konsequenz gewollt? Oder hat der Rahmenplan aus dem Jahr 2008, welcher eine zusätzliche Bebauung im Bereich des Ostufers verhindern will, noch irgendeine Bedeutung? Hätte es der Gemeinderat bei der Möglichkeit belassen, dass der Investor seine Baugenehmigung zur Sanierung der Klinikruinen im bestehenden Umfang ausnutzt, hätte er sich diese Probleme erspart.

Interessant wäre zu erfahren, welche Gegenleistungen die Gemeinde erhält, wenn sie Wohnbaulandgeschenke im Wert von mehreren Millionen macht.

Es ist nicht zu spät, dass der Gemeinderat seinen Willen zum Schutz des Ostufers durchsetzt.

Für den Vorstand des OSV: Prof. Johannes Umbreit, Petra Schulze, Dr. Gustav Neumeister, Manfred Stecher

Zurück zur Holzbauweise

SENIORENWOHNSTIFT – Architekturbüro präsentiert Gemeinderat geänderte Pläne

VON TANJA LÜHR
Isar Loisachbote vom 1. August 2019

Münsing – Das Architekturbüro Matteo Thun, das für das Kuratorium Wohnen im Alter (KWA) das Seniorenwohnstift in Ambach plant, ist zu der von der Gemeinde geforderten Holzbauweise zurückgekehrt. Wie berichtet wollte KWA, anders als im Wettbewerb angekündigt, die Obergeschosse der Gebäude aus Kostengründen konventionell ausbauen. Das hatte für Ärger im Gemeinderat gesorgt.

Die Planänderungen stellte Architekt Gerald Schnell vom Büro Matteo Thun am Dienstag in der Ratssitzung vor. Anwesend waren auch der von der Gemeinde beauftragte, unabhängige Architekt Christian Weigl, Gemeinde-Anwalt Dr. Gerhard Spiess, Landschaftsplaner Christian Ufer sowie die beiden Vorstandsvorsitzenden von KWA, Horst Schmieder und Dr. Stefan Arend samt KWA-Baumanager Gerhard Schaller. Für die interessierten Bürger aus Ambach reichten die Besucher-Sitzplätze gerade aus.

Zu den Plänen für das Seniorenwohnstift: Die Häuser 1 bis 3 erstrecken sich im Osten entlang des Simetsbergwegs. Weiter unten, im Westen, entstehen drei Häuser, die in den Hang eingegraben sind. Deren oberstes Geschoss ragt jeweils über die Hangkante hinaus, wird aber vom Osten mit einem Gegenhang verdeckt. Sinn dieser Maßnahme sei es, von den Gebäuden Richtung See immer nur auf eine begrünte Wiesenlandschaft zu blicken und niemals auf die Rückseite eines Gebäudes, erklärte Gerald Schnell. Das Schwimmbad schließt sich an die Wohnungen an und öffnet sich zur Landschaft hin. Die Tagespflege etwas weiter unten auf dem Gelände ist über eine eigene Zufahrt erreichbar. Restaurant, Biergarten und eine Tiefgarage gehören ebenfalls zur Planung.

Positiv wertete das Gremium, dass nun alle Stockwerke aus Holz werden sollen. Auch, dass KWA die Dachneigung der Häuser 1 bis 3 auf 20 Grad erhöht hat und die Satteldächer mit rot-braunen Ziegeln decken will, gefiel. Auf zwei schlecht belichtete Wohnungen im Untergeschoss von Haus 2 zum Simetsbergweg hin wurde verzichtet. Jedoch sollen diese Appartements nun im Dachgeschoss des bisher vierstöckig vorgesehenen Hauses 3 im südlichen Bereich untergebracht werden, so dass das Gebäude fünfstöckig wird.

An dieser Neuerung störten sich einige Gemeinderäte. Ursula Scriba (Bürgerliste) kritisierte, dass die Bebauung dadurch „sehr massiv“ wirke. Sie wie auch Thomas Schurz (CSU) fordern vom Bauherren, auf die zwei Appartements zu verzichten. Strauß sprach von „Salamitaktik“, weil diese Höhe ursprünglich nicht vorgesehen gewesen sei. Scriba: „Hier wird deutlich, dass die geplanten 80 Wohnungen für das Grundstück einfach zu viel sind“. Umweltreferentin Christine Mair (Wählergruppe Münsing) sah in der dichten Bebauung eine Gefahr für die Bäume, insbesondere für eine alte Eiche nahe Haus 3. Landschaftsarchitekt Christian Ufer erklärte jedoch, dass fast alle Bäume – auch eine Thuja am Waldschlössl, für deren Erhalt sich Scriba in einer vergangenen Sitzung ausgesprochen hatte – bestehen blieben.

Bürgermeister Michael Grasl (Freie Wähler) würdigte die Umplanungen als „immensen Aufwand“. Der beratende Architekt Christian Weigl sah alle Forderungen der Gemeinde erfüllt. Über die zwei Wohnungen im Dachgeschoss müsse man allerdings „nachdenken“. Grasl forderte am Mittwoch in einer Pressemitteilung, dass KWA nachgibt und ersatzlos auf einen Dachgeschossausbau in Haus 3 verzichtet.

Über die aktuellen Entwürfe wurde in der Sitzung am Dienstag nicht abgestimmt. Dies soll nach dem Willen Grasls aber „zeitnah“ passieren. Im Anschluss könne die Gemeinde in das formelle Bebauungsplanverfahren einsteigen. Wann KWA dann loslegen kann, hängt vom Verfahren ab. Gerhard Schaller, Geschäftsführer des KWA-Baumanagements, sagte in der Sitzung, er rechne mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren.

Einladung zur Feier des 90. Geburtstags

Sehr geehrte Mitglieder und Freunde des OSV,

wir wollen diesen denkwürdigen Geburtstag mit dem Bildhauer und Mitglied Hannes Neumann, seiner lieben Frau Maria  und Ihnen feiern.

Die Taufe des Nilpferds am Münsinger Badeplatz will der Vorstand mit einer Brotzeit am See, Musik, es spielt Moritz mit der Ziach und guten Gesprächen begehen. Wir bitten bis dahin um Vorschläge zur Namensfindung unseres Nilpferds.

Eine herzliche Einladung geht an alle, die mit uns feiern wollen.

Termin wegen der ungünstigen Wetterlage verschoben auf den: 3 .August 2019 ab 12.30
Beginn 13.00 Uhr bis ca. 15.00 Uhr

Treffpunkt: Münsinger Badeplatz am nördlichen Ende Ammerlands am See

Brotzeit: Bitte melden Sie sich an unter osv-vorstand@scribaup.de oder

Tel 08177/92310 bis zum 09.Juli 2019 für Fischsemmel – Schweinebraten – Käsesemmel – bitte wählen

Herzliche Grüße,

Ursula Scriba

Holzhauser Musiktage 2019

Was alle Konzerte verbindet, seien sie gespielt von arrivierten oder aufstrebenden Musikern, szenisch oder konzertant, solistisch oder im Ensemble, ist die ungezwungene Atmosphäre, mit der Musik hier erfahrbar wird. Es ist diese Leichtigkeit, welche die Holzhauser Musiktage auch in diesem Jahr zu einem außergewöhnlichen Festival werden lässt.
– Süddeutsche Zeitung 29.4.2019

Am 6. Juli beginnen die Holzhauser Musiktage 2019.

International gefeierte, junge Stars der Klassikszene wie die Geigerin Veronika Eberle, der Pianist

Nikolai Lugansky, die Sopranistin Nikola Hillebrand, der Cellist Maximilian Hornung uvm.

kommen Mitte Juli ans Ostufer des Starnberger Sees und spielen Konzerte in Scheunen und Reithallen.

Neuer Partner der Holzhauser Musiktage ist ab diesem Jahr BR Klassik. Der Rundfunksender wird zwei Konzerte aufzeichnen und widmet dem Festival am 29.7. eine dreistündige Sendung zur Prime Time um 20 Uhr.

Fünf Konzerte bieten die Holzhauser Musiktage dieses Jahr wieder in ihren charmanten Konzertsälen an: In der Reithalle des Gut Ried in Ammerland fliegen Nikolai Luganskys Hände über die Tasten und in Münsing verwandelt Nikola Hillebrand die Tenne des Loth Hof in eine Opernbühne. Nikola Hillebrand, Gewinnerin des internationalen Wettbewerbs Das Lied, ist in Berg am Starnberger See aufgewachsen und singt inzwischen an den besten Opernhäusern Europas.

Maximilian Hornung & Friends tauchen mit Tchaikovskys berühmten Streichsextett „Souvenir de Florence“ in italienisches Sommerflair ein, während Veronika Eberle, Julian Steckel und William Youn das leidenschaftliche Klaviertrio in a-moll „à la memoire d’un grand artiste“ von Tchaikovsky zum besten geben.

Das Andenken an den großen Künstler aus Ambach, den Geiger und Pädagogen Dénes Zsigmondy, tragen die Holzhauser Musiktage mit dem Angebot von zwei Meisterkursen weiter.

Tickets und weitere Infos auf www.holzhauser-musiktage.de


Konzerte 2019

NIKOLA HILLEBRAND & FRIENDS. Opéra Miniature
6. Juli, 20 Uhr, Loth Hof Tenne Münsing 
Die gefeierte Sopranistin Nikola Hillebrand gestaltet mit Freunden einen amüsanten Abend mit Liedern und Arien von F. Schubert und W.A. Mozart

EBERLE – STECKEL – YOUN. Klaviertrio
12. Juli, 20 Uhr – Loth Hof Tenne Münsing 
Klaviertrio Rezital mit Veronika Eberle, Julian Steckel und William Youn
Werke von Rachmaninov, Debussy, Tchaikovsky u. Messiaen


ENTRE AMIS – Maximilian Hornung & Friends
17. Juli, 20 Uhr  – Loth Hof Tenne Münsing
Streichsextette von J. Brahms und Tchaikovsky „Souvenir de Florence“

NIKOLAI LUGANSKY . Piano Solo
20. Juli, 19.00 Uhr – Gut Ried Ammerland
Der international konzertierende Pianist lässt die Finger über die Tasten fliegen!


JUNGE TALENTE – STARS VON MORGEN
21. Juli, 19 Uhr –  Gut Ried Ammerland
Die Meisterschüler für Violine und Gesang stellen sich in einem gemischten Programm vor

Einladung zur Mitgliederversammlung 2019

Freitag, 28. Juni, Münsing, Gasthaus Gerer

Beginn: 19.30 Uhr, Einlass: 18.30 Uhr

Wir bitten auch an unserer freundlichen Wirte zu denken

Tagesordnung:

  1. Begrüßung der Mitglieder
  2. Jahresbericht

2.1 Vorstand

2.2 Arbeitskreis Kultur

  1. Kassenbericht
  2. Bericht der Kassenprüfer
  3. Entlastung des Vorstands
  4. Wahl der Kassenprüfer für 2019
  5. Verschiedenes, Wünsche und Anträge

(Anträge von Mitgliedern sollten bis zum 13. Juni 2019 schriftlich bei der1. Vorsitzenden eingegangen sein.)

Im Anschluss Vortrag von Dr. des. Rudolf Himpsl zu Kulturerbe Bayern

Gäste sind herzlich willkommen

Freundliche Grüße

Ursula Scriba, 1.Vorsitzende                                    Ammerland, 31.05.2019

Stell dir vor, wir hätten was zu rauchen

Nachkrieg und Fünfzigerjahre in der BRD

mit Julia von Miller – Anatol Regnier – Frederic Hollay  

Donnerstag, 16.Mai, 20 Uhr in Münsing
Pizzeria Pinocchio, Einlass 18:30 Uhr

Aus Mauerresten wuchsen Blumen, die Welt war wieder offen, man durfte wieder träumen. Aber konnte man unbeschwert weitermachen, nach Leid, Vertreibung, Verbrechen?

 Das neue Programm des Münchner Erfolgstrios Julia von Miller, Anatol Regnier und Frederic Hollay verschweigt die Brüche nicht, aber balanciert sie aus mit tollen Liedern, geschliffenen Texten und schwungvollem Klavierspiel. 

Eine Zeitreise der besonderen Art! Sie werden inspiriert nach Hause gehen!

Eintritt 12 €, bitte kurze schriftliche Kartenbestellung an diese mail-Adresse:  ak-kultur-osv@web.de

Ostuferspaziergang bei Familie Ermisch

Sehr geehrte Mitglieder,

heute darf ich Ihnen eine besondere Veranstaltung ankündigen:

Familie Ermisch hat sich in Ammerland eine Haus gebaut, bei dem Herr Oliver Ermisch, der mit seinem Unternehmen im Münsinger Gewerbegebiet zu Hause ist und für Interessenten regelmäßig Energieabende veranstaltet, sein Familienheim vorstellen wird.

Seit vielen Jahren betreibt Herr Ermisch engagiert die Planung energiesparender Projekte. Umso mehr freute er sich, dies konkret im privaten Bereich umzusetzen.

Seit wenigen Wochen ist das Familienheim fertig gestellt, wir Ammerlander dürfen das freundlich erleuchtete Holzhaus als Bereicherung Ammerlands sehen.

Wir haben am kommenden Freitag um 16.00 Uhr die Möglichkeit mehr über die Planung dieses Hauses, Schwierigkeiten und Erfolge vom Bauherrn und Planer erfahren.

Wir rechnen mit ca. 1 Stunde für diese Veranstaltung.

Sie sind herzlich eingeladen:

Freitag, 16.11.2018 am Höhenweg 7 A, Ammerland um 16 Uhr.

Wir freuen uns auf Sie:

Ursula Scriba, Petra Schulze, Mechthild Felsch

Für diese Veranstaltung bitten wir Sie um Anmeldung wegen der sehr begrenzten Plätze. Bitte senden Sie mir eine Mail osv-vorstand@scribaup.de oder rufen Sie mich an unter 08177/92310, die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt. U.S.

 

 

KWA und das Ambacher Gefühl

Leserbrief Süddeutsche Zeitung am 30.10.2018
Zu „Streit um Seniorenstift am See“ vom 25. Oktober:

Benjamin Engel schreibt in seinem Artikel „Streit um Seniorenstift am See“ ganz richtig: Den Anwohnern sind 80 geplante Wohneinheiten zu viel. Die Bürger haben sich im Sommer in ihren Bedenken und Anregungen klar geäußert: „80 Wohneinheiten sind zu viel, es muss abgespeckt werden“. Jeder bebaute Quadratmeter erhöht die Grundstückspreise. Einheimische wissen nicht mehr, wie sie ihr Erbe gerecht aufteilen sollen und müssen tradierte Familiensitze verkaufen. Als Gemeinderätin und Vorsitzende des Ostuferschutzverbandes stehe ich hinter den Bürgern: So habe ich mich auch mehrfach deutlich in der Gemeinderatsitzung vom 23.10.2018 geäußert.

Die Gemeinde selbst ist dem Kuratorium Wohnen im Alter (KWA) bereits mehrmals in folgenden Schritten entgegengekommen: Erster Schritt: KWA hat das Grundstück erworben mit dem in der Baunutzungsverordnung als „Sonstiges Sondergebiet, hier Gesundheitszentrum, Klinik“, ausgewiesenen Areal. Um dort Seniorenwohnungen zu bauen,muss diese Kategorie geändert werden. Die Gemeinde kam KWA entgegen und hat ihre Bereitschaft erklärt, diese Nutzungskategorie im Flächennutzungsplan zu verändern,um das Vorhaben zu ermöglichen. Zweitens gab es einen Aufstellungsbeschluss am 27. September 2017 zur Aufstellung eines Qualifizierten Bebauungsplanes und damit erhöhtes Baurecht in Toplage am Starnberger See für das Seniorenstift.

Jetzt verlangen wir, wie ich klar in der Sitzung einforderte: KWA specke ab, erarbeite Dir die Überschrift:KWA und dasAmbacher Gefühl.

Ursula Scriba, Ammerland

„KWA, mach’ Deine Hausaufgaben“

Leserbrief Münchner Merkur, Isar Loisachbote vom 26.10.2018

„Architekten machen ihre Hausaufgaben“ vom 25. Oktober, zum geplanten Seniorenwohnstift in Ambach

Vielen Dank für den Artikel von Tanja Lühr. Als Gemeinderätin und Vorsitzende des Ostuferschutzverbandes ergänze ich den Artikel um die entscheidenden Fragen, die ich in der Sitzung stellte.

Für die Bürger, die Mitglieder und mich forderte ich neben dem Thema fehlender Straßenbreite der Erschließung vor allem jedes Architekturbüro auf, die Wohneinheiten, die Baumasse zu reduzieren.

Das engagierte Büro Beer Bembé, Dellinger – das Büro mit dem Ambacher Gefühl, das die Anregungen der Bürger und des KWA (Kuratorium Wohnen im Alter, Anm. d. Red.) arbeitsintensiv aufgenommen hatte – antwortete, dies sei Aufgabe des zukünftigen Bauherrn, des KWA. Deshalb die dringende Aufforderung: „KWA, mache jetzt Du Deine Hausaufgaben – biete den Bürgern die verlangte Reduzierung der Wohneinheiten, der Baumasse.“
Die Gemeinde Münsing kam mit dem Aufstellungsbeschluss für einen qualifizierten Bebauungsplan am 27. September 2017 den Wünschen des Investors entgegen, die Gemeinde ist bereit, den Flächennutzungsplan von der Sondernutzung Gesundheit, Klinik in Wohnen zu ändern und zusätzliches Baurecht auszuweisen. Jetzt muss auch KWA bereit sein, den Bürgern entgegenzukommen. „KWA – mach’ Deine Hausaufgaben!“

Ursula Scriba, Ammerland

Auf dem Weg zum Wettbewerbsergebnis Bürgerhaus „Neuer Pallaufhof“ Münsing

Mitglieder des Arbeitskreises:
Christiana Biron, Johannes Umbreit, Gregory Prade, Georg Sebald

Mitglieder des Lenkungsausschusses:
Ursula Scriba, Thomas Schurz, Regina Reitenhardt, Ernst Grünwald

– die wichtigsten Schritte und Entscheidungen der Gemeinde in Auszügen

April 2008 Das Gesamtgrundstück wird von der Gemeinde erworben
12.11.2011 1. Klausur des Gemeinderates in Königsdorf
2011 Vorschläge von Kultur veranstaltenden Vereinen wie Holzhauser Musiktage oder OSV
24.01.2013 Round Table Runde von Kulturträgern und Kulturanbietern in Münsing im Hotel-Restaurant Huber am See, protokolliert von Vertretern der Agenda Kultur; erste Äußerung des Raumbedarfs aus Sicht der Kulturvertreter
12. Juli 2014 Der neu gewählte Gemeinderat bildet einen Arbeitskreis primär für die Bedarfsermittlung des neuen Pallaufhofes
Der Arbeitskreis tagte sieben Mal öffentlich

Entscheidungen der Gemeinde in Auszügen

  1. Bedarf Schule und Mittagsbetreuung (Frau Banner)
  2. Bereich Soziales (Frau Reitenhardt, Herr Lohse)
  3. Raumverhältnisse im Rathaus 1978-2014 (Herr Kühn)
  4. Themenschwerpunkt Kultur (Frau Biron und Herr Sebald)
  5. Sichtung und Gewichtung
  6. Vertiefung und Zusammenfassung; Ertüchtigung des Gemeindesaales und Prüfung der Nutzungs- und Sanierungsmöglichkeiten
  7. Vorstellung einer grundsätzlichen Aufstockungsmöglichkeit des jetzigen Rathauses (Studie Adldinger)
10.06.2015 Gemeinsame Sondersitzung des Gemeinderates und des AK Pallaufhof
21.07.2015 Grundsatzbeschluss des Gemeinderates über ein Haus der Kinder und eine Unterbringung der Verwaltung im neuen Pallaufhof
08.03.2016 Projektstudie Büro Adldinger über die Unterbringung des gesamten Raumbedarfs für Rathaus und Saal im neuen Gebäude
09.04.2016 2. Klausur des Gemeinderates in Königsdorf; Beschluss für die Auslobung eines Wettbewerbs:

Vortrag über Wettbewerbe Projektsteuerung

Bedarf aus allen Bereichen wird konkretisiert Saal als Versammlungsstätte

10.02.2017 3. Sonderklausur an einem Freitagnachmittag über Raumbedarf und Thema Versammlungsstätte
Besichtigung des Rathauses und Bürgerhauses in Gilching
27.06.2017 4. Sonderklausur zur endgültigen Abstimmung des Raumbedarfs, zur Nahwärmeversorgung NEU und zur Folgenutzung des Saales sowie zur Einfügung nach § 34 BauGB
23.01.2018 Beratung    und    Beschlussfassung    über    die    Zusammensetzung    des Preisgerichtes für den Architektenwettbewerb zum neuen Bürgerhaus
20.03.2018

 

Erneute Beratung und ggf. Beschlussfassung über die Billigung der Auslobung für den nichtoffenen Realisierungswettbewerb mit Ideenteil für das Bürgerhaus „Neuer Pallaufhof“ in Münsing im Hinblick auf die Zahl der nachzuweisenden Stellplätze

2. August 2018
Sitzung des Preisgerichts zum Realisierungwettbewerb „Neuer Pallaufhof“
Protokoll der Preisgerichtssitzung

Dokumentation_Realisierungswettbewerb

Jagdhornklänge fürs Jägerhaus

Von Sabine Bader, Stanrberger SZ vom 26.06.2918

Allmannshausen – Der Maler Gabriel von Max (1840 bis 1915) hätte sie sicher gemocht, die kleine Bronzeskulptur, mit der der Ostufer-Schutzverband alljährlich jene Villenbesitzer ehrt, die ihre denkmalgeschützten Häuser besonders liebevoll in Schuss halten. In diesem Jahr gibt es gleich zwei Neuerungen: Zum einen steht die Villa, um die es geht, zum erstem Mal in der fünfjährigen Geschichte des Preises nicht in der Gemeinde Münsing, der Heimat des Schutzverbands, sondern in der Nachbargemeinde Berg. Gewonnen hat das dortige Jägerhaus des Schlosses Unterallmannshausen, auch bekannt unter dem Namen Villa Rambaldi. Zum anderen geht die Auszeichnung erstmals an eine Eigentümergemeinschaft: Die Erbengemeinschaft von Nagel zu Aichberg. Ihr steht die 103-jährige Maria-Gabriele von Nagel zu Aichberg vor, die mit einigen ihrer Familienangehörigen auch zur Preisverleihung in den Gasthof „Zur Post“ nach Aufkirchen gekommen ist.

Noch heute bewohnt sie das Anwesen am Ostufer des Sees alljährlich zwischen Frühjahr und Herbst mit ihrer Tochter Barbara Bering. Nur im Winter leben die Frauen in München: Die Villa wird nur mit Kachelöfen beheizt. Die anderen Familienmitglieder nutzen das Haus nur im Sommer sporadisch. Ansonsten wohnen noch zwei Mieter ganzjährig im Gebäude. Es ist also ständig bewohnt. „Wir lieben das Haus sehr, sind auch in Aufkirchen zur Schule gegangen“, erzählt Barbara Bering der SZ.

Die Geschichte des Hauses hängt eng mit Schloss Unterallmannshausen zusammen. Die Villa war einst das südlich gelegene Jägerhaus des Schlosses und wurde von Otto Graf Rambaldi erbaut, nachdem dieser Schloss Unterallmannshausen 1880 an den Mannheimer Chemieunternehmer Christoph Heinrich Boehringer verkauft hatte. Die Villa zählt laut Kreisheimatpfleger Gerhard Schober zu den typischen Landhäusern am Starnberger See. Und doch sticht sie Spaziergängen und Radlern sofort ins Auge. Denn das Jägerhaus wirkt weit weniger bäuerlich als andere Landhäuser, was sowohl an den feingliedrigen, schmiedeeisernen Balkonen als auch der doppelläufigen Freitreppe zum See liegt.

Apropos Jägerhaus: Die Vorsitzende des Ostufer Schutzverbands, Ursula Scriba, ist selbst Jägerin und läutete die Preisverleihung mit einem Ständchen der Münchner Reiterlichen Jagdhornbläser ein, denen sie selbst angehört. Aber auch die Klassikfreunde kamen an diesem Abend auf ihre Kosten: Professor Johannes Umbreit (Klavier) und Therese Hahn (Violine) lockerten die Veranstaltung musikalisch auf. Scriba ist hin und weg vom Gebäude, dass es auszuzeichnen gilt. Denn sie ist selbst Architektin. Wen wundert es also, dass sie in ihrem einstündigen Vortrag den Gästen der Preisverleihung in Aufkirchen alle Vorzüge des Gebäudes minutiös erklären konnte. „Das Haus hat die Jury sofort überzeugt“, sagte sie. „Die Abstimmung war unstrittig.“ Der Bau besteche durch seine perfekten Proportionen, und auch die Fenster seien im „Goldenen Schnitt“, sagte sie.

Doch dem Verband geht es nicht nur darum, schöne Denkmalbauten zu würdigen. Er will mit dem Preis auch erreichen, dass noch mehr Eigentümer sich dessen bewusst werden, was es bedeutet, ein Baudenkmal zu besitzen. Das erfordert neben vielen Absprachen mit den Denkmalschützern auch erhöhten finanziellen Aufwand. Denn die Gebäude sind alle in einem Alter, in dem es ständig etwas zu renovieren gibt. Im Fall der Villa Rambaldi hätten die Eigentümer das Glück, dass ein Familienmitglied Schreinermeister sei und damit ein ausgewiesener Fachmann, erzählt Scriba.

Auch der stellvertretende Landrat Georg Scheitz zollte „allen, die in einem denkmalgeschützten Haus leben, Respekt“. Und mit Blick auf die 103-jährige Geehrte meinte er: „Wenn ich sie so anschaue, dann ist es ein sehr gesundes Haus.“ Er hoffe, so Scheitz, dass der Preis weitere Denkmaleigentümer motiviere. Und auch Vinzenz Dufter vom Bayerischen Landesverein für Heimatpflege, Münsings Rathauschef Michael Grasl und die Dritte Bürgermeisterin von Berg, Elke Link, hoffen, dass der Preis weitere Eigentümer wachrüttelt (Grasl).

Dass das bislang nicht immer fruchtet, weiß Grasl am Besten. Steht doch in seiner Gemeinde, in Ammerland, die denkmalgeschützte Max-Villa, die seit vielen Jahren zusehens verfällt. Mit aus diesem Grund hat der Ostufer Schutzverband seinen Denkmalpreis vor fünf Jahren auch nach dem Maler Gabriel von Max benannt. Der Künstler und Naturforscher Gabriel von Max liebte Affen über alles. Er malte sie in allen erdenklichen Posen. Die Preis-Skulptur stammt aus der Hand des Ammerlander Bildhauers Ernst Grünwald. Sie zeigt darum einen Affen, der auf einer Säule hockt und eine Miniaturausgabe der Max-Villa auf dem Schoß trägt. Aber dazu will das Bronzeäffchen lieber nichts sagen.